Statistiken
Breiten sich die meisten Viren gleichmäßig schnell aus, ist das beim HIV deutlich anders. Heute geht man davon aus, dass im Jahr 1966 der Aidsvirus von Afrika nach Haiti gelangte und sich von da auf die ganze Welt ausbreitete. Um 1070 gelangte AIDS nach in die USA und verbreitete sich zunächst langsam unter heterosexuellen Männern, später stärker unter homosexuellen Männern, einer Risikogruppe. Die epidemieartige Ausbreitung des HIV-Virus begann dann in den 1980er Jahren, wohingegen zunächst einige Länder davon verschont blieben, zumindest schien es so. Doch wurden auch diese letztendlich von dem Virus erobert, wenn auch später, so Osteuropa und Asien in den 1990er Jahren.
Krisenherd Afrika
Der HIV-Virus hat sich mittlerweile weltweit verbreitet mit Afrika als besonderen Krisenherd. Besonders schwer betroffen sind Kenia, Ruanda, Uganda und Simbabwe. Die AIDS-Rate ist im südlichen Afrika am höchsten. Insgesamt sind 20 Prozent der Bevölkerung in Südafrika infiziert, im Swasiland sind es doppelt so viele (2005: 42 Prozent), es ist das Lands mit der weltweit höchsten AIDS-Rate.
AIDS in Deutschland
In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfizierten jährlich bei um die 3000. Davon sind 88 Prozent Männer. Geschätzte 72 Prozent erfolgten durch Sex mit Männern, ca. 20 Prozent durch heterosexuellen Sex und weitere acht Prozent durch Infektionen an Spritzen bei Drogenmissbrauch. Zum Jahresende 2008 lebten etwa 63.500 HIV-infizierte Menschen in der Bundesrepublik, knapp 52.000 davon Männer und ca. 200 Kinder. Von diesen Infizierten sind 10.500 an AIDS erkrankt.
Durch eine rückläufige Aufklärung und einen kontinuierlichen Anstieg von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wächst die Sorge vor einem Anstieg der Infizierten. Weiterhin scheint auch die Akzeptanz von Kondomen rückläufig zu sein.
Mit jährlich etwa 650 Toten zählt AIDS eher zu den unbedeutenden Todesursachen im Vergleich zu Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Erfolge in der Langzeitmedikation sank die Zahl der Toten im Vergleich zu 1996 um 68 Prozent, weiterhin stieg das Sterbealter von 41 auch fast 49 Jahre.