Symptome

Hat man einen Verdacht auf eine mögliche Ansteckung mit dem Virus und ist auch der vorgenommene HIV-Test sowie Bestätigungstest positiv, können in der ersten Phase der HIV-Infektion grippeähnliche Symptome auftreten. Das wären unter anderem Fieber und Nachtschweiß, aber auch Übelkeit und geschwollene Lymphknoten. Ebenfalls sehr wahrscheinlich sind Kopfschmerzen, Appetitverlust, Gelenkschmerzen, Hautausschlag und Durchfall. Weniger oft treten Schluckschmerzen, Mundgeschwüre, Gewichtsverlust und ein steifer Nacken auf. Diese erste Phase der HIV-Infektion nennt man auch die akute Phase, welche durchschnittlich vier bis sechs Wochen dauert und zwei bis sechs Wochen nach einer Infektion auftritt.

2. Phase Latenzphase

In der zweiten Phase der HIV-Infektion, in der Latenzphase, vermehrt sich das Virus im Körper. Hierbei treten keine Symptome auf, allenfalls eventuell psychische, wenn der Betroffene von seiner Infektion weiß. Die zweite Phase dauert im Durchschnitt neun bis elf Jahre. Mitunter kann sich bei Patienten bereits in dieser Zeit AIDS entwickeln, wohingegen Patienten, die sich in den 1980er Jahren mit HIV infiziert haben und ohne der Einnahme von HAART, einer medikamentösen Kombinationstherapie, bis heute keine Progression zu AIDS festzustellen ist.

3. Phase ARC

In der 3. Phase, welche auch als (A)ids (R)elated (C)omplex bezeichnet wird, treten die gleichen Symptome wie in der ersten akuten Phase auf, welche von Übelkeit bis zu grippeähnlichen Symptomen reichen. Diese Symptome gehen jedoch nicht mehr zurück.

4. Phase Krankheitsphase

In der 4. und letzten Phase der HIV-Infektion wird schließlich die Diagnose AIDS gestellt, daher bezeichnet man sie auch als Krankheitsphase. AIDS wird diagnostiziert, wenn bei einem HIV-Infizierten bestimmte Infektionen oder bösartige Tumore entstanden sind, die AIDS definieren. Da diese Infektionen für einen gesunden Menschen mit intaktem Immunsystem harmlos wären, bezeichnet man diese Infektionen auch als opportunistische Infektionen. Da das Immunsystem eines HIV-Positiven jedoch stark beansprucht wurde, kann sich sein Organismus nicht mehr ausreichend wehren. Anhand der T-Helfer-Zellen-Zahl im Blut eines HIV-Infizierten können Rückschlüsse auf die Zerstörung des Immunsystems gezogen werden. Unter der Schwelle von 200–400 / µl Blut ist die Therapie indiziert. Im späten Stadium von AIDS kann sich eine subkortikale Demenz entwickeln.

Darüber hinaus können weitere HIV Symptome auftreten. Die hier veröffentlichten Informationen dienen der allgemeinen Information. Nur ein Arzt kann für eine gründliche Diagnose und Symptomen Auskunft geben.